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Bayerische Oktoberfest Schmankerl – Was wurde 2019 auf der Münchner Wiesn serviert?

bayerische Delikatessen in den Münchner Festzelten auf dem Oktoberfest

 

Wenn das Oktoberfest München beginnt, dann herrscht in der bayerischen Landeshauptstadt der Ausnahmezustand. Von Ende September bis Anfang Oktober beherrscht die Wiesn 14 Tage lang das Leben der Stadt. Gäste aus aller Welt feiern zusammen mit den Einheimischen das große Bierfest. Sobald am 1. Wiesn-Samstag pünktlich um 12.00 Uhr mittags der Oberbürgermeister mit den berühmten Worten „O´zapft is“ das erste Fass angestochen hat, geht das Fest los. Aber, nicht nur jede Menge Bier wird in dieser Zeit getrunken, sondern auch köstliche Oktoberfest Schmankerl verwöhnen die Gäste.

Geschmack hat auf der Wiesn Tradition!

In den meisten der mehr als zehn Festzelte gibt es berühmte und traditionelle bayerische Spezialitäten. Manche Gastwirte sind für ihre Speisen seit Jahrzehnten bekannt. Zum Beispiel wird in der Ochsenbraterei täglich ein Ochse am Spieß gegrillt. Das zarte Fleisch ist ein Genuss. Süße Versuchungen gibt es im Cafe Kaiserschmarrn und in dem Zelt mit dem Namen „Knödelei“ spielt der Knödel die Hauptrolle. Jeder findet auf dem Oktoberfest in München das Essen nach seinem Geschmack.

 

Das sind die beliebtesten Oktoberfest Schmankerl

 

„Raiwadadschi“ – Fleischlos glücklich auf der Wiesn

Reiberdatschi - Vegetarisches Schmankerl auf der Münchner Wiesn

 

Wer auf dem Münchner Oktoberfest lieber ein vegetarisches Essen bevorzugt, der kommt um die „Raiwadadschi“ (Raibadatschi) nicht herum. Was außerhalb von Bayern als Reibekuchen, Kartoffelpuffer oder eine Art Rösti bekannt ist, das ist auf der Wiesn ein Renner. Die echten bayerischen Raiwadadschi werden aus geriebenen, rohen Kartoffeln, frischen Eiern und einigen Gewürzen frisch in Butterschmalz oder Öl ausgebraten. So beispielsweise nachzulesen im Internetportal von Alfons Schuhbeck. Der vielseitige „Datschi“ kann sowohl süß mit Apfelmus und Zimt, wie auch pikant mit Sauerkraut und Schmand gegessen werden. Schon von weitem erkennt man die Stände, an denen es dieses Gericht zu kaufen gibt. Der unwiderstehliche Duft lockt die Gäste an. Je nach Angebot werden meistens drei Reiberdatschi auf einem Teller serviert. Ganz heiß und knusprig kommen sie beim Gast an und dieser muss nur noch entscheiden, ob er sie süß oder pikant genießen will. Einige Feinschmecker essen dieses einfache Kartoffelgericht auch pur, ohne zusätzliche Beilagen.
Auf dem großen Festgelände bieten verschiedene Stände die in Fett goldbraun ausgebackene Kartoffelspezialität an. So mancher Münchner nutzt die Gelegenheit und probiert sich in zwei Wochen Wiesn durch mehrere Datschi Anbieter durch. Der Fantasie sind bei der Zubereitung im Übrigen keinerlei Grenzen gesetzt. Man kann durchaus bei dem traditionellen Rezept bleiben, aber auch Experimente mit Käse, Gemüse und Speck schmecken köstlich. Dazu passt ein kaltes Bier natürlich wunderbar.

 

Dauerrenner: „Grillhendl“

Eines der beliebtesten Oktoberfest Schmankerl ist zweifelsohne das Grillhähnchen. In fast jedem Bierzelt wird diese knusprig, pikante Spezialität angeboten. Auf den Speisekarten findet man dieses Gericht unter dem Namen „Halbes Hendl„. Das Grillhähnchen passt hervorragend zum hellen bayerischen Bier und bietet eine gute Grundlage, wenn man dem Gerstensaft etwas mehr zuspricht. Das Hähnchenfleisch ist zart und saftig, von außen wird es umhüllt durch eine resche Kruste. Traditionell werden die Hähnchen, bevor sie auf den Grill gesteckt werden, mit einer kleinen Portion frischer Petersilie gefüllt. Dies gibt dem Gericht eine fast unverwechselbare Note. Normalerweise reicht als Begleiter zum Hendl eine große Breze und eine Maß Bier. Viele Gäste bestellen sich aber auch einen bayerischen Kartoffelsalat oder einen Krautsalat als Beilage. Neu ist seit einigen Jahren, dass man auf der Wiesn auch Bio-Hendl bestellen kann. Diese sind im Preis etwas teurer, werden aber genauso zubereitet, wie die Hähnchen aus konventioneller Aufzucht.

 

„Steckerlfisch“: Der Genuss aus den Gewässern Bayerns

Ein weiteres kulinarisches Highlight auf der Wiesn ist der Steckerlfisch. Hierfür ist vor allem das Zelt „Fischer-Vroni“ berühmt. Die Fische, die auch aus bayerischen Gewässern kommen, werden kräftig gewürzt, auf einen Holzstock gesteckt und über offenem Feuer gegrillt. Hier kann kaum jemand widerstehen. Der Steckerlfisch ist ein rustikales Gericht, das direkt aus dem Einwickelpapier heraus mit einer kleinen Holzgabel verzehrt wird. Seit mehr als hundert Jahren gibt es schon diese Zubereitungsart für Fische. Das Besondere daran ist, dass der Fisch durch das Grillen außen an der Haut schön knusprig wird und innen aber sehr saftig bleibt. Am besten eignen sich dafür Makrelen, da diese ein bisschen fetter sind und viel Geschmack haben. Gerade in den letzten zwei Jahrzehnten werden aber auch edlere Fische, wie zum Beispiel Lachsforelle und Bachsaibling als Steckerlfisch angeboten. Kenner essen dazu nur ein Stück Breze, mehr braucht es nicht.

 

Kräftige Käsespätzle und süffiges Weizenbier

Um noch eine der vegetarischen Oktoberfestspezialitäten zu nennen: Käsespätzle. Dabei handelt es sich um ein eigentlich sehr simples aber nahrhaftes Essen aus der Alpenregion. Käsespätzle kennte man in Österreich genauso wie im Allgäu, auch wenn sich die Rezeptur regional ein wenig unterscheidet. An den Ständen auf der Wiesn werden die Spätzle klassisch angeboten. Das heißt, aus einem Spätzleteig mit Mehl und Eiern werden die knopfartigen Delikatessen hergestellt. Kurz im Salzwasser aufgekocht, mit würzigem Käse vermischt und dann noch Röstzwiebeln als Garnitur darüber streuen. So schmecken die Käsespätzle am besten. Wichtig ist, dass ein wirklich kräftiger Käse benutzt wird. Mittelalter Bergkäse eignet sich wunderbar, aber auch ein schöner Emmentaler ist nicht verkehrt. Nicht selten wird an den Verkaufsstellen kühler Weißwein dazu angeboten. Die feine Säure des Weines harmoniert mit dem kräftigen Käsegericht sehr gut. Wer aber doch lieber beim Bier bleibt, dem sei hier ein obergäriges Weizenbier empfohlen.

 

Der traditionellen Schweinebraten: Für Kenner und Genießer

 

bayerischer Schweinebraten: Klassiker auf dem Oktoberfest

 

Als letztes Schmankerl ist nun der traditionelle bayerische Schweinebraten an der Reihe. Diese Spezialität wird in allen großen Festzelten serviert. Eigentlich gibt es wenig Spielraum für Experimente, denn die Gäste wollen den Schweinebraten so, wie er in Bayern eben sein muss: mit Kartoffelknödel, Krautsalat und natürlich viel Bratensoße. Die einzige Ausnahme, die man hier guten Gewissens empfehlen kann, sind die Kartoffelknödel gegen lockere Semmelknödel einzutauschen.
Viele Münchner Gäste machen speziell an den Wiesn-Sonntagen einen Ausflug auf das Festgelände um mit der Familie einen Schweinsbraten zu essen. Vor allem zur Mittagszeit kann man das bayerische Traditionsgericht besonders stilvoll genießen, denn dann wird in den Bierzelten regionale Blasmusik gespielt. Ob das Fleisch nun mit Krusterl oder ohne serviert wird, das ist den Vorlieben des Kochs überlassen. Beides ist mit einer Maß Bier ein Hochgenuss.

 

Das Münchner Oktoberfest in Ihrer Küche

Das alles und noch viel mehr finden die Gäste auf dem Oktoberfest 2020 in München. Wer nicht mehr bis zum Oktoberfest Anstich warten möchte, der kann alle Gerichte auch zu Hause nachkochen und mit einem süffigen Festbier genießen.

Hierfür finden Sie online zahlreiche Rezepte wie Sie die traditionellen Spezialitäten aus Bayern nachkochen können. Um Ihre heimische Küche in ein in ein bayerisches Festzelt zu verwandeln darf hier natürlich eine bayerische Maß Bier nicht fehlen!

 

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